Die Entwicklung der Sprache

Die Entwicklung der Sprache

1. Zeit der Hominiden Lebewesen ( 6 Millionen Jahre-1Milllionen Jahre)

2. Zeit des Homo ( 1,5 Millionen – 40.000 Jahre; Neandertaler bis vor 30.000 Jahre)

3. Frühzeit des Homo Sapiens ( vor ca. 200.000 Jahren)

4. Zeit nach der neolithischen Revolution (vor ca. 10.000 Jahren)

5. Zeit nach der Erfindung der Schrift ( vor ca. 5000 Jahren)



1.) Der Mensch ist aus einem weit verzweigten Stammbaum vorhergehender Primaten entstanden. Seit mindestens 6 Millionen Jahren gab es eine auf Afrika beschränkte Entwicklung von Hominidengattungen, die heute jedoch alle ausgestorben sind.

Man kann also davon ausgehen, dass der Homo Vorteile hatte, die ihn ein Überleben und ein Durchsetzten seiner Art ermöglichten.

Hier kann man seine Flexibilität und seine Imitations- und Sprachfähigkeit nennen.

Die Imitationsfähigkeit ist eine Grundlage für die Entwicklung einer Sprache, da sie ermöglicht, dass Sprache nicht von jeder neuen Generation erneut entwickelt werden muss.

Insgesamt gibt es nur wenig Wissen über diese Zeit. Man nimmt jedoch an, dass diese Frühmenschen in wässrigen Gegenden zum aufrechten Gang gezwungen wurden. Dadurch lernten sie die Hände besser zu benutzten, um zum Beispiel zu werfen. Außerdem änderte sich die Position des Kehlkopfes. Dadurch veränderten sich auch relevante Gehirnstrukturen die eine verbesserte Mimik sowie verbesserte motorische Fähigkeiten der Hände ermöglichten. Es wäre also denkbar, dass der Homo, aber auch vielleicht schon frühere Gattungen eine Gebärdensprache entwickelt haben.

2.) Für die Gattung Homo ist aber auch schon eine Lautsprache möglich. Insgesamt war die Gattung Homo unternehmungsbereit, um zum Beispiel bessere Nahrungsquellen zu finden. Vor ca. 1,5 –1 Millionen Jahre entwickelte sich der Homo ergaster ( der außerhalb von Afrika als Homo erectus bezeichnet wird) Dieser wanderte bis nach China und Java aus, wo er bis vor 40.000 Jahren lebte. Von dieser Gattung wird wohl auch der Neandertaler abstammen, der bis vor 30.000 Jahren in Europa lebte. Es kann also in Europa zu einer späteren Besiedlung durch den modernen Menschen gekommen sein, da hier der Neandertaler schon erfolgreich lebte..........

3.) vor ca. 500.000 - 200.000 Jahren entwickelte sich der Homo sapiens in Afrika. Dann erfolgte auch seine Auswanderung, die diesmal aber auf der gesamte Erdkugel erfolgreich war.

Hier kann man auch die Eva-Theorie kurz anführen, die durch folgende drei Punkte unterstützt wird:

1. Nur in Afrika lässt sich eine kontinuierliche anatomische Entwicklung finden

2. Die genetische Distanz des moderne Menschen untereinander ist geringer wie die
Genetische Distanz von Homo erectus und Neandertaler

3. der heutige Mensch kann als Kind alle Sprachen dieser Welt erlernen. Dies spricht für eine Monogenese der Sprache. Bei einer unabhängigen Entwicklung wäre dies eher fraglich

4.) vor ca. 10.000 Jahren begann die neolithische Revolution. Die wesentlichen Kennzeichen dieser so genannten "neolithischen Revolution" sind Sesshaftigkeit, Ackerbau, Viehzucht, Keramikproduktion, Kupferverarbeitung und Tauschhandel. Die Kultivierung von wilden Pflanzenarten und die Zähmung von Wildtieren binden den

Menschen an bestimmte Orte. Dadurch entwickeln sich größere und z.T. auch befestigte Siedlungen mit stabilen Hausanlagen, die die leichten Wohneinrichtungen der Jäger und Sammler ablösen. In sumpfigen Gebieten werden sogar Holzbohlenwege angelegt.

Ab diesem Punkt muss die Sprachkarte neu geschrieben werden. Die Urbevölkerung wurde durch die Überlegenheit dieser Revolution verdrängt oder assimiliert. Dies geschah auf allen Kontinenten, außer Australien.

In dieser Zeit lässt sich die Entstehung von Hochkulturen datieren, die geprägt war von der Entstehung von Städten und einem sozialen System, welches zuvor nicht existiert hat.

Durch diese Entwicklung muss sich auch die Sprach wesentlich verändert haben, so wurde sie sehr wahrscheinlich komplexer und ausdrucksstärker. Hochkulturen habe sich in Nordafrika, China, im vorderen Orient und später in Amerika entwickelt. In Südafrika gab es zwar keine Entstehung von Hochkulturen, jedoch durch die verbesserte Nahrungsproduktion eine geographische Expansion, die zur Folge hatte, dass die Khosain-Sprecher zum größten Teil verdrängt wurden.

Der Indoeuropäische Ursprung, wurde durch die Kultivierung von Weizen und Gerste im vorderen Orient vor 5000 Jahren in Gang gesetzt.

Die Indoeuropäische Sprachfamilie ist also ein Produkt der neolithischen Revolution.

5.) Ca. 3200 v.Chr. wurde die Keilschrift in Sumer ( Mesopotanien; Irak, Türkei, Syrien....) entwickelt.


Ohne Schrift es ist nur sehr schwierig konkrete über die frühere Sprache aus zusagen. Wenn man davon ausgeht, dass die Sprachvielfalt vor ca. 100.000 Jahren begann, dann kann man heute nur ca. 5% ( da die Schrift erst vor 5000 Jahren entwickelt wurde) überblicken.

Dies ist eine schlechte Ausgangsposition für Linguisten, da 95% der Sprachentwicklung bestenfalls rekonstruiert werden können.

12.11.09 08:35, kommentieren

Autoren

Autoren: Johann Gottfried von Herder: Johann Gottfried von Herder, geadelt 1802 (* 25. August 1744 in Mohrungen, Ostpreußen; † 18. Dezember 1803 in Weimar) war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe und Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker Deutschlands und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen „Viergestirn“ von Weimar. Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt: Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt, kurz: Wilhelm von Humboldt, (* 22. Juni 1767 in Potsdam; † 8. April 1835 in Tegel) war ein deutscher Gelehrter, Staatsmann und Mitbegründer der Universität Berlin (heute: Humboldt-Universität zu Berlin). Er zählt zu den großen, fortwirkend einflussreichen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturgeschichte. Betrachtet man ihn in der Gemeinschaft mit seinem Bruder Alexander, so wird man kaum ein zweites Geschwisterpaar finden, das die eigene geschichtliche Epoche mit solchem Forscherdrang und mit solch universeller Gelehrsamkeit durchdrungen und bereichert hat wie diese beiden. Während Alexander dabei – aber keineswegs nur – der naturwissenschaftlichen Forschung neue Horizonte erschlossen hat, lagen die Schwerpunkte für Wilhelm in der Beschäftigung mit kulturwissenschaftlichen Zusammenhängen wie der Bildungsproblematik, der Staatstheorie, der analytischen Betrachtung von Sprache, Literatur und Kunst sowie in aktiver politischer Mitgestaltung als Reformmotor im Schul- und Hochschulwesen und als preußischer Diplomat. Harald Haarmann: Harald Haarmann (* 1946) ist ein deutscher Sprach- und Kulturwissenschaftler. Er studierte Allgemeine Sprachwissenschaft, verschiedene philologische Einzeldisziplinen und Vorgeschichte an den Universitäten von Hamburg, Bonn, Coimbra und Bangor. Er lehrte und forschte an verschiedenen deutschen und japanischen Universitäten und ist Mitglied im Forscherteam des Research Centre on Multilingualism (Brüssel). Seit 2003 ist er Vizepräsident des "Institute of Archaeomythology" (Hauptsitz in Sebastopol, USA) und Direktor von dessen "European Branch" (mit Sitz in Finnland). Harald Haarmann ist Autor von mehr als 40 Büchern in Deutsch, Englisch, Spanisch, Japanisch, Chinesisch, Italienisch, von fast 200 Artikeln und Essays in zehn Sprachen. Er hat rund 20 Sammelbände herausgegeben. Seine bevorzugten Forschungsgebiete sind heutzutage Kultur- und Sprachkontakte, Schriftgeschichte, Sprachevolution, Archäomythologie und Religionsgeschichte. Karl-Wilhelm Weeber: Karl-Wilhelm Weeber (* 13. Mai 1950 in Witten) ist ein deutscher klassischer Philologe und Althistoriker. Seine Bücher erschienen zum Teil auch unter den Schreibweisen Carl Wilhelm Weber und Carl W. Weber. Weeber studierte Klassische Philologie, Geschichte, Etruskologie und Archäologie in Bochum und Rom. Im Jahre 1977 wurde er mit einer Arbeit über das vierte Buch des römischen Dichters Properz promoviert. Im Anschluss ging Weeber in den Schuldienst; derzeit leitet er als Studiendirektor das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium in Wuppertal. Zudem ist er Lehrbeauftragter für die Didaktik der Alten Sprachen an der Ruhr-Universität Bochum und Professor für Alte Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Zeitweise war er Fachleiter für Latein am Studienseminar Düsseldorf. Weeber arbeitet vor allem zur Kulturgeschichte der Antike. Anders als die Arbeiten der meisten seiner Fachkollegen sind seine Veröffentlichungen eher populärwissenschaftlicher Natur und richten sich an ein breites Publikum.

1 Kommentar 12.11.09 08:58, kommentieren